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Wann:
4. Dezember 2019 um 10:00 – 17:00
2019-12-04T10:00:00+01:00
2019-12-04T17:00:00+01:00
Wo:
Ludwig Forum Aachen
Jülicher Str. 97
52070 Aachen
Deutschland
Even better than a real thing- Das Objekt in der frühen Videokunst @ Ludwig Forum Aachen | Aachen | Nordrhein-Westfalen | Deutschland
Befruchtet durch die geographische Nähe zu den Niederlanden und Belgien sowie zu Düsseldorf und Köln öffnete sich die 1970 in Aachen gegründete „Neue Galerie“, die Vorgänger-Institution des Ludwig Forum für Internationale Kunst, von Beginn an der noch recht jungen Videokunst. Unter der Leitung von Wolfgang Becker wurden bis weit in die 1980er Jahre Videoarbeiten für die städtische Sammlung erworben und ausgestellt. Das Videoarchiv des Ludwig Forum für Internationale Kunst umfasst ca. 200 Videoarbeiten der 1960er bis 80er Jahre; viele davon sind substanziell für die Geschichte des künstlerischen Bewegtbildes.

 

Schon mit dem Beginn der Videokunst wurden unterschiedliche Objekte gesucht oder gefunden, um sie vor und mittels der Kamera zu beschreiben, zu untersuchen oder mit ihnen zu interagieren. Mal geht es hierbei um das Verhältnis zwischen Objekt und Subjekt, mal um das Verhältnis zwischen Kunst- und Gebrauchsgegenständen. So sagte John Baldessari über „Folding Hat“, eine Videoarbeit, die er 1970-71 für die inzwischen legendäre Videogalerie des Kölner Kameramanns und Galeristen Gerry Schum produzierte: „Ich dachte an Flüchtigkeit, Veränderbarkeit, Mode und daran, dass die Unterscheidung zwischen einem Gebrauchsgegenstand und einem Kunstobjekt eine Frage der Intention ist.“ In jedem Fall reizten viele Künstler*innen die technischen Möglichkeiten Objekte in ihrer Zeiträumlichkeit ermessen, festhalten, aber auch verändern und mit anderen Dingen und Gedanken verknüpfen zu können. So wurde von den Pionier*innen der Videokunst das videografische Readymade geboren. Die Präsentation zeigt Werke von John Baldessari, Klaus vom Bruch, Terry Fox, Nancy Graves und Jacques Louis Nyst.