Ab ins neue Jahrzehnt… eigentlich beginnt das erst 2021, das wäre korrekt, aber korrekt, was ist das schon. Aachen Nord, das klingt nach Aufbruch, nach Zukunft. Denn es wird geplant und gebaut – die Weichen werden gestellt. Aber blicken wir zunächst auf 2019 zurück. Was ging hier im Aachener Norden ab? Der Viertelinspekteur begab sich zwischen den Jahren auf einen Rundgang durch das schönste aller Aachener Quartiere.

Los ging es am Bunker an der Scheibenstraße. Ab 2020 planen The Base und OsOche hier die Geschichte lebendig zu machen. Aachen Nord freut sich auf offene Türen, Subkultur und Führungen.

Die Peanuts Wand an der Robensstraße sieht immer noch aus wie neu. Dabei ist es bereits 2016 entstanden. 2020 wird es wieder eine Comiciade® in Aachen Nord geben.

Aachen Neues Kurhaus

Weiter ging es in den Stadtpark: Der Aufreger, oder besser Aufregerchen ist das Neue Kurhaus. Seit 2015 wurde dort gewerkelt. So fand man auch beachtenswerte Kunstwerke auf dem Müll oder unter Tapeten… Das Lenne-Pavillon wurde abgerissen, dann kam der Baustopp, da die Kosten explodierten… Dann bemühte man sich um Konzepte, Mieter und Betreiber. Aber all dies blieb erfolglos. Mittelweile stiegen die Renovierungskosten über 30 Millionen Euro. Also sollte auch etwas Sinnvolles ins Haus. Die Spielbank sagte Nö, danke. Das Eurogress, von der SPD ins Rennen geworfen, zierte sich, aber dann einigte man sich doch darauf das alte Gemäuer für Kongresse herzurichten. Mittlerweile war man bei mindestens 50 Millionen Euro angekommen. Sehr zum Grollen der Grünen, die das Gebäude einfach so lange in den Dornröschenschlaf legen wollten, bis ein potenter Pächter gefunden wäre. Mit aller Macht versuchte die Partei das Projekt zu stoppen, um noch Platz im Haushalt für andere Projekte zu haben. Half aber alles nichts, da sich kein Widerstand gegen das Projekt formen wollte. Mal sehen, ob das Haus in den 20er Jahren dann auch fertig gestellt wird, welche Kosten es dann tatsächlich verursacht hat und ob der Kongressstandort Aachen dadurch aufblühen wird. Die Zukunft beginnt hier: Aachen Nord.

Aachen Quellenhof © Alexander Samsz

In der direkten Nachbarschaft steht der Quellenhof. Ein tolles Haus. Von innen eher mau. Daher gab es keine Einigung zwischen der Immobiliengesellschaft und dem Betreiber. Kurzerhand übernahmen die Eigentümer die Regie. Das Quellenhof wird  im Betrieb saniert. 20 Millionen stehen dafür bereit. Und noch viel besser: Das Haus wird dann zwar keine Sterne mehr haben, aber Herr Hubel und sein Team behalten ihre Arbeitsplätze!

Aachen BasteiWeiter ging es zur Bastei. Das Gebäude nochmal schnell fotografiert, solange es noch steht. Denn wo früher leichte Mädchen tanzten, werden demnächst Studenten wohnen.

Aachen Spielbank © Alexander SamszAm Tivoli soll die Spielbank privatisiert werden. Der Stadtrat hat dazu die Weichen gestellt. Die Angestellten bangen nun um ihre Arbeitsplätze. Der Viertelinspekteur fragt sich, welchen Vorteil diese Privatisierung haben kann?

Aachen Chip Brücke © Alexander Samsz

Über sieben Brücken sollst Du gehen… an der Krefelder Straße stehen nur zwei… und die neuere, die CHIO Brücke, hat einige Baumängel. Nun wird gestritten wer die Kosten für die Beseitigung übernimmt. Ist eigentlich auch egal, da sowieso kaum jemand die Brücke zum Überqueren der Straße nutzt.

Etwas weiter steht das alte Polizeipräsidium, dass sich zu einem Lost-Paces-Ort entwickelt. Der Postsportverein hatte bereits vor einem Jahr Interesse bekundet, dort eine Halle für die Ladies in Black zu errichten. Einen tollen Entwurf hatten sie auch schon präsentiert. Leider gehört das Flecken Land dem Land NRW. Der Abriss der Altlast Polizeipräsidium ist wohl recht teuer, da man in den 70ern nicht mit Astbest gespart hat… Auch die Städteregion hat seinen Ring um den Kampf um das Gelände geworfen. Hier könnte ein Berufskolleg mit Sporthalle u.a. dann auch für die Ladies in Black entstehen. Der Viertelinspekteur ist gespannt, wie das Rennen ausgehen wird.

Aachen Alkuin-Realschule © Alexander SamszDie Alkuin Realschule hat im Sommer 2019 keine Schüler mehr aufgenommen. Gerüchte besagen, dass die 4. Gesamtschule nun das Gebäude übernehmen wird. Warum diskutiert eigentlich niemand, ein Gymnasium in Aachen Nord einzurichten? Das fehlt doch hier, zumal das Viertel doch Zukunftsmodell werden soll.

Der Viertelinspekteur bleibt den Themen auch 2020 auf der Spur. Ein ist klar, es wird weiter in Richtung Zukunft gehen. Die 20er Jahre können kommen. Wir freuen uns auf ein tolles Jahrzehnt im Stadtteil Aachen Nord. Die Zukunft beginnt hier: Aachen Nord.

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(Anregungen und Kritik bitte an red@aachen-nord.de)

Rückblick 2018