Jetzt sind es auch schon bereits zwei Jahre, dass Ralf Said der Direktor an der Schule GHS Aretzstraße ist. Zeit also, ihn endlich vorzustellen. Er war vorher 18 Jahre an der Schule Drimborn. Vor zwei Jahren wurde er Konrektor an der Aretzstraße. Dann ging es ganz schnell. Als seine Vorgängerin Frau Castillo die Schule verließ, wurde er vom Kollegium unterstützt, das Amt zu übernehmen. 

Herr Said hat Wurzeln im Jemen und hat daher an der Schule mit hohem Ausländeranteil auch großes Standing und kann als Vorbild dienen. An der Aretzstaße landen immer noch viele Schüler, die woanders gescheitert sind. „Es ist unsere Aufgabe, diese wiederzugewinnen und Lust auf Schule zu generieren,” so Herr Said. Doch diese Aufgabe ist besonders zeit- und arbeitsaufwendig „Da würden wir uns gerne mehr Unterstützung wünschen.“ 

Einen weiteren Sozialarbeiter, der sich gezielt für Schulschwänzer einsetzt, wäre wünschenswert. Noch muss der Weg über das Sozialamt eingeleitet werden, da geht viel Zeit verloren. „So könnten wir direkt bei Problemen eingreifen,” so Herr Said. Besonders ungewöhnlich ist es auch, dass an einer Schule nicht nur der Direktor, sondern mit Herrn Albrecht auch sein Konrektor männlich sind. Gemeinsam führen sie die Schule durch schweres Wasser. Immer noch gelten Hauptschüler als schwer vermittelbar. Durch gute Zusammenarbeit mit den Ämtern und Betrieben werden besonders gute Schüler auch auf Realschulen und Gymnasien vermittelt. Durch die Generationsbrücke und Schüler kochen für Schüler können immer wieder Schüler in Ausbildungsverhältnisse vermittelt werden.

Betriebe, die Auszubildende suchen, können auch auf der Hauptschule fündig werden. Gerade bei den Flüchtlingskindern gibt es nach einer Deutschförderung erhebliches Potential.