Mahnender Stein
Zwischen Fanshop und Klömpchensclub steht er nun – der neue Mahnstein, der an die Spieler der Alemannia erinnert, die während der NS-Zeit ermordet wurden. Entstanden ist das Mahnmal in enger Zusammenarbeit zwischen Verein, Fans und sozialen Partnern.
Initiiert wurde das Projekt von der im Juli gegründeten Arbeitsgruppe „Nie wieder“, die sich aus Vertretern des Fanprojekts, der TSV Alemannia GmbH, dem Präsidium, großen Teilen der aktiven Fanszene sowie weiteren engagierten Alemannen zusammensetzt. Gemeinsam entwickelten sie den Stein, auf dem Zeichnungen der verfolgten Spieler verewigt sind. Der Mahnstein wurde in den Werkstätten der Lebenshilfe e.V. erstellt.
Am 12. November wurde der Mahnstein offiziell am Tivoli mit allen Unterstützern eingeweiht. Norbert Zimmermann, Geschäftsführer der Aachener Werkstätten, erklärte: „Es freut mich, dass wir als Sozialpartner der Alemannia dieses besondere Mahnmal in unserer Werkstatt gestaltet haben. Es ist kein Stolperstein, sondern ein Stein des Anstoßes zu mehr Teilhabe und Inklusion.“
Alemannia-Präsident Björn Jansen betonte in seiner Rede die gesellschaftliche Verantwortung des Vereins: „Es hat in der Vergangenheit Irrungen und Wirrungen gegeben, aber es ist keine Frage: Alemannia Aachen ist politisch, aber nicht parteipolitisch. Wir haben die Verpflichtung, uns als Verein für die Demokratie einzusetzen – gerade in diesen schwierigen Zeiten.“ Auch der neue Oberbürgermeister Michael Ziemons würdigte die Initiative: „Alemannia als einer der Premiumpartner dieser Stadt geht voran.
Wir müssen für die Demokratie kämpfen, denn Stimmen, die das nicht wollen, werden immer lauter.“ Der Mahnstein steht nun als sichtbares Zeichen der Erinnerung an die jüdischen Alemannen, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, und als Symbol für Vielfalt, gelebte Inklusion und die gemeinsame Verantwortung Demokratie aktiv zu leben.